Zusätzlich zu meinem Heimatwahlkreis Harz betreue ich mit den Wahlkreisen 66 und 67 das gesamte Gebiet westlich, nördlich und östlich unserer Landeshauptstadt Magdeburg. Es umfasst die Landkreise Börde, Jerichower Land, Stendal und den Altmarkkreis Salzwedel. Hier gibt es keine größeren Erhebungen, die Landschaft ist jedoch vielerorts noch naturnah und sehr abwechslungsreich. Größere Waldgebiete im Fläming und der Colbitz-Letzlinger Heide sowie die Auenwaldlandschaft an den Ufern der Elbe bieten Raum und Schutz für viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Dazwischen findet die Landwirtschaft ebenfalls viel Raum: die Magdeburger Börde ist eine der fruchtbarsten Landschaften Mitteleuropas.

In den vier Landkreises leben zusammengenommen etwas mehr als 450.000 Einwohner auf einer Fläche von 8.660 km² - damit ist die Bevölkerungsdichte nicht einmal halb so groß wie das Landesmittel von Sachsen-Anhalt, das aktuell ca. 108 Ew/km² beträgt. Größte Stadt ist die Hansestadt Stendal mit knapp 40.000 Einwohnern. Diese Region ist also in Gänze typischer „ländlicher Raum“ mit allen infrastrukturellen Problemen und Herausforderungen, die sich daraus ergeben. In den letzten Jahren hat sich vor allem der verkehrstechnisch bereits gut erschlossene südliche Bereich als Wirtschaftsstandort etabliert; mit dem schrittweisen Ausbau der A 14 von Magdeburg gibt es auch immer bessere Rahmenbedingungen für den nördlichsten Teil unseres Landes, der zu Recht schon heute mit dem Slogan „Die Altmark – grüne Wiese mit Zukunft“ für sich wirbt.

Auch als touristische Zielregion hat sich das nördliche Sachsen-Anhalt mittlerweile erfolgreich entwickelt. Von den 80 Sehenswürdigkeiten der beliebten Touristik-Route „Straße der Romanik“ liegen allein 33 in der Börde, Altmark und im Jerichower Land. Darüber hinaus findet man zahlreiche bedeutende Bauwerke der norddeutschen Backsteingotik, mittelalterliche Stadtensembles wie Tangermünde, das Kaiser Karl IV. zu seiner nördlichen Nebenmetropole bestimmt hatte wo wunderschöne Gartenanlagen in Schlössern und ländlichen Adelssitzen zu besichtigen sind.

Stendal (Foto © Thomas Opp)

Das im 15. Jahrhundert erbaute Uenglinger Tor ist eines der beiden erhaltenen Stadttore von Stendal und zählt zu den schönsten Torbauten in Norddeutschland.

Storchenhof Loburg e.V.

Nach einem besorgniserregenden Rückgang des Weißstorchbestandes in Mitteldeutschland wurde bereits 1979 in Loburg eine Auffangstation für verletzte Störche und andere Großvögel eingerichtet. Seit 2007 hat die Vogelschutzwarte Storchenhof Loburg e.V. den Status eines Anerkannten Naturschutzvereins. Unter den Störchen hat sich inzwischen herumgesprochen: das Jerichower Land ist auch Storchenland!

Hamersleben (Foto © Joachim Hoeft)

Die hochromanische Stiftskirche St. Pankratius des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstifts in Hamersleben gehört zu den bedeutendsten Kirchenbauten auf der „Straße der Romanik“.

Haldensleben

Rolandsfiguren gibt es in Deutschland seit dem 14. Jahrhundert, in Sachsen-Anhalt sind besonders viele davon erhalten geblieben. Eine Besonderheit ist der Haldenslebener Roland von 1528 – er ist der einzige Roland zu Pferde, der darüber hinaus auch noch auf einem drehbaren Sockel aufgestellt war. 1927 kam er ins Museum; die ansonsten originalgetreue Kopie ist leider nicht mehr beweglich.

Hundisburg

Eines der bedeutendsten ländlichen Barockschlösser in Sachsen-Anhalt ist Schloss Hundisburg, das 1991 mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vor der Verfall gerettet werden konnte und seitdem aufwändig rekonstruiert wird. Mit seinem Barockgarten gehört es zum Landesnetzwerk „Gartenträume“.

Zuckerfabrik in der Ortschaft Zuckerdorf Klein Wanzleben

Die Magdeburger Börde mit ihren Schwarzerden gehört zu den ertragreichsten Landschaften in Mitteleuropa. Besondere Bedeutung gewann hier der Anbau von Zuckerrüben, an deren Züchtung auch Quedlinburger Saatzuchtunternehmer großen Anteil hatten. Diese moderne Zuckerfabrik steht in der Ortschaft Zuckerdorf Klein Wanzleben, die bereits seit 1838 durch Anbau und Zucht von Zuckerrüben geprägt wird und deshalb sogar eine Zuckerrübe im Ortswappen führt.